Aller Anfang ist schwer. Daher waren meine Erwartungen, was die ersten Brauversuche angingen, auch zurückhaltend.

Enttäuscht wurde ich vom Ergebnis irgendwie trotzdem.
Wie vermutlich viele die damit beginnen ihr eigenes Bier zu brauen, habe ich mich mit einem sogenannten Bierkit versucht ins Thema einzuarbeiten. Dabei werden die meisten Schritte des Vollmaischebrauens, so wie ich es mittlerweile mache, ausgelassen. Ein eingedickter Maischeextrakt wird erhitzt und mit abgekochtem Wasser auf eine Zielstammwürze verdünnt. Weitere Extrakte und Aromen steuern Bierfarbe und -geschmack (z. B. Röstaromen, Malzigkeit). Hopfenextrakt dient zur Bitterung, bzw. als Aromagabe. Eine einfache obergärige Hefe liegt ebenfalls bei.

Streng nach der Anleitung vorgegangen hatte ich nach der Hauptgärung und Flaschengärung knapp 10 Liter dunkles Hefeweizen.
Theoretisch. Mit Hefeweizen hatte das ganze nämlich nichts zu tun. Mit Bier auch nicht so wirklich. Ein dunkles, wässriges, seelenloses, blubberndes etwas war zur Verkostung freigegeben!

Vom schlechten Ergebnis habe ich mich aber nicht groß beeindrucken lassen. Im Gegenteil - jetzt hatte mich der Ergeiz gepackt!

Es folgten weiteres, intensives Studium der Materie, sowie die Anschaffung der ersten Teile, die z. T. jetzt noch immer in Verwendung sind. Mein Motto wurde zu "wenn schonn, denn schon" und mittlerweile kann sich mein eigenes Bier sehen und vor allem auch schmecken lassen!

Extraktkochen